Ungleichgewicht der Eierstock-Nebennieren-Schilddrüsen-Achse (ENS-Achse)


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Das Hormonsystem besteht aus acht verschiedenen Drüsen, die strategisch im Körper verteilt sind. Drei der allerwichtigsten für Frauen sind die Eierstöcke, die Nebennieren und die Schilddrüse.

Die Kontrolle der Nebennieren- und Eierstock-Systeme beginnt beim Hypothalamus. Die Nebennieren insbesondere werden über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HHN-Achse) reguliert. Die Eierstockhormone werden über die Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse reguliert. Jedes der Endorgane (Nebennieren, Schilddrüse und Eierstöcke) produziert mehrere Hormone, die weiterhin ihren Einfluss auf den übrigen Körper ausüben. Hinzu kommt, dass jedes der Endorgane hormonell in andere Organsysteme über eine Reihe von Netzwerken oder Achsen eingebunden ist.

Eine dieser komplexen hormonellen Achsen verbindet die Nebennieren, die Schilddrüse und die Eierstöcke. Diese Achse wird Eierstock-Nebennieren-Schilddrüsen-Achse (ENS-Achse, Englisch: Ovarian Adrenal Thyroid axis oder OAT axis) genannt. Was in einem Organ geschieht wird die anderen Organe physiologisch, klinisch oder subklinisch beeinflussen. Diese drei Organe sind daher hormonell eng voneinander abhängig, um optimal zu funktionieren. Falls die Nebennierendrüsen schwach sind, dann ist die Schilddrüse oft in ihrer Funktion gestört und der Menstruationszyklus unregelmäßig. Gleichermaßen macht eine Schilddrüsenunterfunktion eine Nebennierenschwäche oft schlimmer. Bei denjenigen schließlich, die unter einem hormonellen Ungleichgewicht der Eierstöcke leiden, wie eine Östrogenherrschaft, verschärft sich oft eine bestehende subklinische Schilddrüsenunterfunktion.

Alle drei Organe dieser Achse müssen sich in einem optimalen Gleichgewicht befinden, damit sich eine Frau wohl fühlt. Das ist wie bei einem Stuhl mit drei Füßen, bei dem alle drei Füße sich in perfektem Gleichgewicht befinden müssen, damit man sicher darauf sitzen kann. Ein Ungleichgewicht der ENS-Achse führt zu einer Unzahl von Verfassungen, die in ihrer milden Form lästig sind und in ihrer schweren Form zur Invalidität führen.

OAT Axis

Zu den häufigen Beschwerden derjenigen, die unter einem Ungleichgewicht der ENS-Achse leiden, gehört eine Mischung von Symptomen, die auf eine gleichzeitige Dekompensation der Nebennieren, der Schilddrüse und der Eierstöcke hindeuten.. Die vorhandenen Symptome deuten oft, aber nicht immer, auf eine Nebennierenschwäche, auf eine Östrogenherrschaft oder auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin. Gewöhnlich können dazu gehören: Schlafstörung, Müdigkeit, chronische Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Belastungsintoleranz, Benommenheit, Zuckerintoleranz, Diabetes, trockene Haut, Kältegefühl, langsamer Stoffwechsel, Unfähigkeit abzunehmen, PMS, Endometriose, unregelmäßiger Menstruationszyklus, fibrozystische Mastopathie, Angstgefühl, Depression und eine Anhäufung von Fett um die Taille.

Diejenigen, bei denen die Eierstöcke entfernt wurden, können immer noch ein ENS-Achsen-Ungleichgewicht haben, denn es gehen Östrogen-Ungleichgewichte damit einher und die Eierstöcke sind nicht die einzigen Stellen, an denen Östrogen erzeugt wird. Die Nebennierendrüsen wie auch das Fettgewebe (Fettzellen) sind ebenfalls Stellen, an denen aktiv Östrogen produziert wird.

Ein ENS-Achsen-Ungleichgewicht stellt einen Zustand hormoneller Achsen-Unregelmäßigkeit dar, der noch von der konventionellen Medizin anerkannt werden muss. Es kann sich subklinisch oder klinisch zeigen. Weil seine klinische Darstellung ein Ineinandergreifen von mehreren sich im Ungleichgewicht befindlichen hormonellen Systemen ist, gibt es keinen endgültigen Test, der diesen Ungleichgewichtszustand isolieren und punktgenau identifizieren kann. Eine formelle und extensive Forschung wird unbedingt benötigt. Unser derzeitiges Verständnis dieses Zustands stammt aus klinischen Erfahrungen und aus Fallstudien. Als solches sollte ein ENS-Achsen-Ungleichgewicht derzeit auf eine passendere Weise eher als ein klinischer Zustand und nicht als Krankheitszustand angesehen werden. Dieser klinische Multiorganzustand, der häufige Ungleichgewichte der Eierstock-, Nebennieren- und Schilddrüsensysteme in einer Dreiergruppe vereinigt, sollte erst in Betracht gezogen werden, wenn die konventionelle endokrinen, diagnostischen und therapeutischen Vorgehensweisen zu keiner Linderung geführt haben und herkömmliche Untersuchungsbemühungen ausgeschöpft sind.

Da die unzähligen Symptome miteinander verstrickt und verschiedenartig sind, können Mediziner, selbst diejenigen, die Richtung Naturheilkunst orientiert sind, leicht überwältigt sein.

In Männern geht dieser Ungleichgewichtszustand auch vorwiegend mit einer niedrigen Libido einher und Testosteron tritt an die Stelle des Eierstock-Ungleichgewichts. Niedrige Androgenspiegel beeinflussen auch die Schilddrüsen- und Nebennierenfunktionen.

Östrogenherrschaft und ENS-Achse

Eine Östrogenherrschaft und eine ENS-Achsen-Östrogenherrschaft können die Schilddrüsen-Bindungsproteine in der Blutbahn erhöhen. Schilddrüsenbluttest-Ergebnisse können deshalb normal sein, obwohl sich zu wenige Schilddrüsenhormone im Gewebe befinden, was zu einem Zustand subklinischer oder klinischer Schilddrüsenunterfunktion führt.

Wenn die Östrogenspiegel hoch sind, dann kann die Nebennierenrinde nicht mehr auf Signale vom Gehirn reagieren. Anders gesagt, obwohl das Gehirn die Produktion von mehr Cortisol fordert, reagieren die Nebennieren nur schwach auf die Anforderung. Das Ergebnis ist, dass die Cortisol-Produktion suboptimal ist im Vergleich zum Anforderungssignal. Hinzu kommt, dass das Östrogen die Nebennierenfunktionen beeinträchtigt, indem es die Ausschüttung von Cortisol durch die Nebennierenrinde stört. Hohe Östrogenspiegel können zu einer entsprechenden Zunahme des Cortisol bindenden Globulinspiegels führen. Das Cortisol bindende Globulin wiederum beeinträchtigt die Hormonfunktionen und zirkuliert in der Blutbahn, wo es sich mit dem Cortisol verbindet und es inaktiv macht. Deshalb kann eine Frau mit einer Östrogenherrschaft angemessene Gesamtcortisolspiegel in der Blutbahn haben. Bluttests zur Untersuchung ihres Gesamtcortisolspiegel können einen Wert anzeigen, der sich ganz im normalen Bereich befindet, aber ihr Spiegel an zur Verfügung stehendem Cortisol kann zu niedrig sein. Da nur freies Cortisol die Zellmembranen passieren und Rezeptoren innerhalb der Zellen aktivieren kann, ist die Wirksamkeit des Cortisols auf der zellulären Ebene geschwächt.

Genauso wie eine Östrogenherrschaft zu einer Nebennierenrinden-Insuffizienz beitragen kann, kann eine Nebennierenrinden-Insuffizienz zu einer Östrogenherrschaft beitragen. Cortisol wird in der Nebennierenrinde aus Progesteron gebildet. Wenn die Nebennieren zu schwach sind, dann besteht eine Neigung zu einer niedrigeren Ausschüttung von Progesteron zugunsten von Cortisol. Das Ergebnis ist oft ein niedriger Progesteronspiegel, was zu einem Zustand mit einer relativen Östrogenherrschaft führt, mit den vielen unerwünschten Folgen, die weiter oben erwähnt wurden. Dadurch entstehen eine ungünstige Rückkopplungsschleife und ein Teufelskreis. Zu viel Östrogen beeinflusst sowohl die Schilddrüsen- als auch die Nebennierenfunktion. Eine Funktionsstörung der Schilddrüse und eine Nebennierenschwäche wiederum machen die Östrogenherrschaft noch schlimmer.

Nebennieren und ENS-Achsen-Ungleichgewicht

Die Nebennierendrüsen sind in der Regel die ersten der endokrinen Funktionen, die versagen, wenn Stress die normale kompensatorische Antwort des Körpers überwältigt hat. Leider wird dies selten als pathologischer Zustand erkannt. Akzeptierte gesellschaftliche kompensatorische Aktionen wie das Einnehmen von Kaffee maskieren oft das unterschwellige Problem, da die Nebennieren übersteuert werden, um die ersten Zeichen und Symptome einer Nebennierenschwäche zu verdecken. Die nächste endokrine Drüse, die betroffen ist, ist der Teil der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produziert. Der Blutzucker des Körpers gerät in ein Ungleichgewicht und diese Fehlfunktion wird zeitweise behoben durch das Einnehmen von Süßgetränken, Energydrinks und Donuts. Nach der Bauchspeicheldrüse kommt die Schilddrüse. Die Tatsache, dass sie sich träge fühlen, ihnen kalt ist und sie zunehmen sind die vorherrschenden Symptome, die Patienten dazu bringen ihren Arzt aufzusuchen, in der Regel das erste Mal. Dies ist der Zeitpunkt, an dem das erste Mal eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt wird. Es werden routinemäßig Schilddrüsenmedikamente verschrieben. Dennoch bleiben bei über 70 Prozent der Patienten, die Schilddrüsenmedikamente einnehmen, auch nach längerer Zeit noch Symptome bestehen. Zusammen mit einer Schilddrüsenunterfunktion treten Symptome einer Östrogenherrschaft auf, ein Zustand, der eine Fehlfunktion des Eierstocksystems anzeigt. Zu den auftretenden Symptomen gehören ein PMS, eine Endometriose, Knoten in der Brust und ein unregelmäßiger Menstruationszyklus. Eine Hormonersatzmedikation kann kurzfristig erfolgreich sein, aber wenn die Nebennieren nicht zuerst behandelt werden, reagieren die Patienten darauf oft nur schwach und am Ende gar nicht mehr. Schließlich werden die Nebenschilddrüsen, die Zirbeldrüse, das autonome Nervensystem und der Hypothalamus beeinträchtigt. Zu diesem Zeitpunkt ist die ENS-Achse stark beeinträchtigt.

Eine Nebennierenschwäche wir oft als letztes entdeckt und nur ernsthaft in Erwägung gezogen, wenn der Patient bereits ernsthaft dekompensiert ist, mit gleichzeitiger ernsthafter Beteiligung der Eierstöcke und der Schilddrüse. Selbst wenn sie entdeckt wird, wird den oft gleichzeitig vorhandenen Eierstock- und Schilddrüsen-Ungleichgewichten, was nun ein ausgewachsenes Eierstock-Nebennieren-Schilddrüsen-Achsen-Ungleichgewicht ist, zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Schlüssel für dieses Ungleichgewicht befindet sich in den Nebennierendrüsen, denn dort wird das Cortisol reguliert. Bei einer Nebennierenschwäche führt ein internes Cortisol-Ungleichgewicht oft zu einem Multiorganversagen, Schilddrüse und Eierstöcke inbegriffen. Eine Nebennierenschwäche ist eine wichtige häufige und oft übersehene Ursache einer sekundären klinischen oder subklinischen Schilddrüsenunterfunktion. Üblicherweise kommt der Patient zur Arztpraxis und beklagt sich über Müdigkeit, trockene Haut, eine Gewichtszunahme, eine niedrige Körpertemperatur und eine Schlafstörung. Schilddrüsen-Labortestergebnisse zeigen entweder einen normalen oder hohen TSH-Wert, einen normalen oder niedrigen Wert von T3 und freiem T3, einen normalen oder niedrigen Wert von T4 und freiem T4. Dem Patienten werden normalerweise verschiedene Schilddrüsenmedikamente verschrieben. Der Patient kann eine vorübergehende Verbesserung spüren, aber am Ende schlägt die Verbesserung fehl, da nur eine schwache Genesung erfolgt und die Symptome bestehen bleiben. Es kann ein Übermaß an Schilddrüsenmedizin verschrieben werden, um das zu normalisieren, was sich als suboptimale Blutwerte zeigt. Es kommt zu einer Übersteuerung des Körpers, da die Grundstoffwechselrate erhöht wird. Das kann eine bestehende Nebennierenschwäche maskieren, eine existierende Adrenal-Fatigue verschärfen und einen Nebennieren-Erschöpfungszustand und eine Nebennieren-Krise auslösen. Es werden oft Antidepressiva verschrieben als eine Lösung, um die Symptome zu kontrollieren, da den Ärzten die Ideen ausgehen, wie man dem Leidenden helfen kann. Das funktioniert selten, verschlimmert aber oft stattdessen das ENS-Ungleichgewicht.

Es ist wichtig zu erkennen, dass die optimale Nebennierenfunktion in diesem Ungleichgewicht eine Schlüsselrolle spielt. Wenn die Nebennieren schwach sind, Cortisol bedingt, dann betrifft der Organwiderstand beinahe alle Organe, die hormonreguliert sind, einschließlich der Eierstöcke, der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse. Nur wenige Hormone können auf ihrem optimalen Level arbeiten im Fall von Nebennierenschwäche. Eine Vielzahl von Hormonen, zu denen Insulin, Progesteron, Östrogen und Testosteron gehören, wird beeinträchtigt. Die normale negative Rückkopplungsschleife kann geschwächt sein und das Binden von Träger-Hormonen ans Blut kann gestört sein. Die Fähigkeit eines jeden Hormons sein Zielorgan zu regulieren und feinabzustimmen, um die Homöostase zu erreichen ist deshalb oft beeinträchtigt. Der Blutdruck kann ungleichmäßig werden, der Blutzuckerspiegel kann stark schwanken, bipolare Zustände und Angstzustände kommen und gehen, reaktive Adrenalinkicks werden unkontrollierbar, Benommenheit nimmt überhand, die Stoffwechselfunktionen verlangsamen sich und der Menstruationsfluss wird unregelmäßig.

Aufgrund ihres fehlenden Trainings mit Nebennierenschwäche behandeln die Ärzte oft die Symptome schwacher Schilddrüsen- und Eierstock-Systeme und schenken der Nebennierenfehlfunktion keine Beachtung. Schauen wir uns mal an wie das zu verheerenden Auswirkungen führen kann. In den Anfangsstadien der Nebennierenschwäche ist die Cortisol-Ausschüttung hoch, da der Körper versucht den Stress zu neutralisieren, indem er mehr davon produziert. Wenn jedoch zu viel Cortisol produziert wird, wird das mehrere unerwünschte Effekte haben. Zum Beispiel blockiert Cortisol die Progesteron-Rezeptoren, so dass sie weniger auf Progesteron ansprechen. Die Progesteron-Produktion, die normalerweise durch die Nebennieren erfolgt, wird eingestellt und stattdessen wird Cortisol produziert.

Eine ungenügende Progesteron-Produktion führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron. Mit zu wenig Progesteron, um das Östrogen auszugleichen, kann der Körper eine Östrogenherrschaft erfahren. Es ist kein Zufall, dass wir eine Ausbreitung von Verfassungen erleben, die mit zu viel Östrogen verbunden sind, wie PMS, Myome und Prämenopausale Syndrome, wenn die Frauen Mitte dreißig und Anfang vierzig alt sind.

Viele chronisch kranke Patienten haben sowohl schwache Nebennieren- als auch Schilddrüsen-Funktionen. In solchen Fällen ist es wichtig mit dem Genesungsprozess zu beginnen, indem die Nebennierendrüsen unterstützt werden, bevor das Schilddrüsenhormon erhöht wird. Andernfalls könnte ein erhöhter Schilddrüsenhormonspiegel die schon schwachen Nebennierendrüsen noch mehr belasten, was zu Nebennieren-Zusammenbrüchen und zu noch mehr Dekompensation führen würde. Gesundungspläne, die auf die Fehlfunktion eines einzelnen Organs fokussieren ohne das Achsen-Ungleichgewicht zu berücksichtigen, schlagen oft fehl und können den Zustand sogar noch verschlimmern.

Versuche, die Eierstock- und Schilddrüsen-Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen ohne sorgfältig auf die Nebennieren-Hormone zu achten, schlagen oft fehl. Umgekehrt führt eine Vorgehensweise, die den Schwerpunkt zuerst auf die Nebennieren legt, oft zu spektakulären Ergebnissen, da die Eierstock-Hormone und die Schilddrüsen-Hormone von sich aus wieder ins Gleichgewicht geraten, sobald die Nebennierendrüsen sich erholen.

Schilddrüsenunterfunktion

The thyroid gland acts like the body's barometer. Its main function is to help cells convert oxygen and calories into energy. It regulates heart rate, blood pressure, body temperature, metabolism, and growth.

More than 10 million Americans have been diagnosed with thyroid disease and another 13 million people are estimated to have undiagnosed thyroid problems. About 10 percent of the adult population is afflicted with this frequently overlooked disease of epidemic proportion. A dysfunctional thyroid can affect almost every aspect of health. It is one of the most under-diagnosed hormonal imbalances of aging, together with estrogen dominance, and Adrenal Fatigue. It is estimated by age 50, one out of every twelve women will have some degree of hypothyroidism. By age 60, it is one out of six. In fact, among the elderly, hypothyroidism is sometimes misdiagnosed as dementia.

The thyroid gland, under TSH signal, secretes two essential thyroid hormones: triiodothyronine (T3) and thyroxine (T4), which is responsible for regulating cell metabolism in every cell in your body. A healthy person secretes all of the circulating T4 (about 90 to 100 mcg daily) and about 20 percent of the circulating T3. The T4 made by the thyroid gland circulates throughout the body and is converted into approximately equal amounts of T3 and reverse T3 ( rT3). Most of the biological activity of thyroid hormones is due to T3. It has a higher affinity for thyroid receptors and is approximately four times more potent than T4. rT3 acts as a braking system to T3. Not only is it inactive (having only 1 percent of T3 activity), it binds to T3 receptors and block the action of T3. T4 should therefore be considered a pro-hormone and precursor to T3 and rT3. Normal physiological production ratio of T4 to T3 is 3.3:1. A properly functioning thyroid gland requires a perfect balance of T4, T3, and rT3. The T3/rT3 ratio is therefore one of the most useful markers for true tissue hypothyroidism and a crucial marker of diminished cellular function.

There are a variety of factors that can contribute to the development of thyroid problems: such as exposure to external radiation, over-consumption of soy products, taking drugs such as lithium that have anti-thyroid effects, over-consumption of uncooked "goitrogenic" foods, such as broccoli, turnips, radish, cauliflower and brussels sprouts, adrenal insufficiency or fatigue (commonly caused by chronic stress), mercury intoxication (amalgams are 50 percent mercury), auto-immune diseases and infection.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann primär oder sekundär sein. Eine primäre Schilddrüsenunterfunktion kann behandelt werden, indem Schilddrüsenmedikamente verabreicht werden. Falls die Schilddrüsenunterfunktion-Symptome wie eine niedrige Körpertemperatur, Müdigkeit, trockene Haut und eine Gewichtszunahme bestehen bleiben trotz der Einnahme von Schilddrüsenhormonen, dann muss unabhängig von den Laborwerten anderswo nach dem Grund eines niedrigen Schilddrüsenwerts gesucht werden.

Eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion wird durch die Fehlfunktion eines anderen Organsystems erzeugt. Eine der oft übersehenen Ursachen ist eine Nebennierenschwäche. Eine Nebennierenschwäche ist vielleicht die häufigste Ursache für eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion, sowohl klinisch als auch subklinisch. Eine schwache Nebennierenfunktion führt oft zu einer schwachen Schilddrüsenfunktion, was sich üblicherweise durch einen hohen Wert des Thyroxin-bindenden Globulins (TBG), niedrigem freiem T4, niedrigem freiem T3, hohem TSH und einer niedrige Körpertemperatur zeigt. Nur wenige Ärzte sind geübt darin, diese Verbindung herzustellen. Glücklicherweise kann eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion rückgängig gemacht werden, wenn das eigentliche Problem dahinter (wie eine Nebennierenschwäche) gelöst wird.

Ein Schilddrüsen- und ein ENS-Achsen-Schilddrüsen-Ungleichgewicht

Ein Schilddrüsen- und ein ENS-Achsen-Schilddrüsen-Ungleichgewicht ist vielleicht die verwirrendste, komplexeste und am schwierigsten zu behandelnde endokrine Fehlfunktion. Versuche Schilddrüsensymptome zu behandeln ohne die eigentliche komplexe Ursache dahinter, mit der Verbindung zum Eierstock- und Nebennieren-System, vollständig verstanden zu haben, schlägt deshalb mit der Zeit oft fehl.

Die Schilddrüse ist eng mit dem Eierstock- und Nebennieren-System verbunden. Indem Sie den Stoffwechsel reguliert, wirkt sie auf die reproduktiven Drüsenaktivitäten. Die Schilddrüse beeinflusst die Produktion von SHBG (Sexualhormon bindendes Globulin), Prolaktin und GnRH (Gonadotropin-freisetzendes Hormon, engl.: gonadotrophin-releasing hormone), was alles den Menstruationszyklus und die Fähigkeit schwanger zu werden beeinflusst. Die Schilddrüsenhormone stimulieren auch die Produktion von Progesteron in den Eierstöcken.

Schilddrüsen-Störungen können zu Störungen des Menstruationszyklus sowohl bei jüngeren Frauen wie auch bei reiferen Frauen führen. Frauen mit PCOS und Unfruchtbarkeitsproblemen haben oft chronisch zu wenig Progesteron. Bei prämenstruellen Frauen werden diese Probleme oft verschärft. Unbehandelte Schilddrüsenprobleme könnten zu Unfruchtbarkeit, zu PMS und zu Menopausen-Symptomen beitragen. Hinzu kommt, dass Schilddrüsenhormone Ähnlichkeiten haben mit bestimmten Metaboliten von Östrogen und Progesteron, und Rezeptoren für die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen können blockiert sein oder die Aufnahme kann erleichtert sein durch Östrogen und Progesteron. Ungleichgewichte der Schilddrüsenhormone T3 und T4, kombiniert mit Ungleichgewichten von Östrogen und Progesteron, können die Symptome der Menopause nachahmen, so dass sich verschiedene Auswirkungen in den Bereichen Laune, Temperaturregulierung, Flüssigkeitsansammlung, Energie und Schlaf ergeben. Frauen mit normalen TSH-Werten können sich tatsächlich in einem Zustand subklinischer Schilddrüsenunterfunktion befinden ohne es zu wissen.

Die Schilddrüse ist ebenfalls eng mit dem Nebennierensystem verbunden. Wenn die Nebennieren erschöpft sind, dann ist die Fähigkeit der Nebennieren mit dem Stress umzugehen, der mit den normalen Funktionen und den energetischen Erfordernissen des Körpers verbunden ist, oft beeinträchtigt. Um die Überlebensfähigkeit zu verbessern, regulieren die Nebennieren die Energieproduktion herunter. Anders gesagt, der Stoffwechsel des Körpers wird heruntergeregelt, um Energie einzusparen. Der Körper muss sich ausruhen. Der Körper hat deshalb mehrere Möglichkeiten, die Energieproduktion herunterzufahren und die Überlebensfähigkeit unter der Leitung der Nebennierendrüsen zu verbessern.

Die Labortest-Ergebnisse für T4 und T3 können normal sein und die klassischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion zeigen sich offenkundig mit einer ständigen niedrigen Körpertemperatur und einem langsamen Fußgelenkreflex. Andererseits können die Labortest-Ergebnisse für freies T4 und freies T3 niedrig sein, während der TSH-Wert normal oder hoch ist. In beiden Szenarien ist eine Schilddrüsenhormonersatz-Behandlung mit T4 und T3 ohne zuerst eine Nebennierenstärkung in Erwägung zu ziehen ein üblicher Fehler und führt oft dazu, dass sich das ENS-Achsen-Ungleichgewicht verschlimmert. Der Grund ist einfach. Eine Schilddrüsenhormonersatz-Behandlung neigt dazu den Stoffwechsel zu verstärken. Den Grundstoffwechsel zu erhöhen ist ähnlich wie das gleichzeitige Übersteuern aller Systeme des Körpers, wenn der Körper versucht auszuruhen durch Herunterregeln über die vielen Mechanismen, die zuvor beschrieben wurden. Der Überlebensmechanismus des Körpers ist angelegt, um eine Reduktion und nicht eine Erhöhung der T4- und T3-Spiegel zu erreichen. Was der Körper will (herunterfahren) und wofür die Medikamente vorgesehen sind (hochfahren), sind einander diametral entgegengesetzt.

Schilddrüsenmedikamente zu verabreichen im Fall einer fortgeschrittenen Nebennierenschwäche ohne gleichzeitig auf eine Nebennieren-Gesundung zu achten schlägt deswegen oft fehl. In vielen Fällen ist es ähnlich wie Öl aufs Feuer gießen. Ein bereits schwaches Nebennierensystem in einem niedrigen Energiezustand könnte unter Umständen nicht in der Lage sein dieser zusätzlichen Energieanforderung zu genügen. Was die Nebennieren benötigen ist ausruhen, keine zusätzliche Arbeit.

Schilddrüsenmedikamente, die unter solchen Gegebenheiten verabreicht werden, können zunächst zu einer vorübergehenden Linderung der Symptome und zu einer leichten Ankurbelung der Energie führen. Das ist oft von kurzer Dauer. Schließlich kommt die Müdigkeit zurück, da das Schilddrüsenmedikament die bestehende Nebennieren-Schwäche zusätzlich verstärkt und oft eine Nebennierenkrise verursacht. Die allgemeine Müdigkeit wird immer schlimmer, weit jenseits von dem, was die Medikation versucht zu bekämpfen. Nur indem die Medikamentendosis erhöht wird oder indem zu einem stärkeren Schilddrüsenmedikament übergegangen wird, kann verhindert werden, dass die Müdigkeit sich verschlimmert.

Schauen wir uns das mal mehr im Detail an. Während die Laborwerte von T4, T3 und TSH so wirken, wie wenn sie sich verbessert hätten, seit die Schilddrüsenmedikamente verabreicht werden, zeigt der Patient keine klinische Verbesserung und oft verschlimmert sich seine Verfassung im Laufe der Zeit. Die Ärzte können dadurch irregeführt werden, dass die Labor-Ergebnisse sich "verbessern", und meinen sie befinden sich "auf dem richtigen Weg", und nicht darauf eingestellt sein, dass dahinter eine mögliche gleichzeitige Nebennierenfehlfunktion der Hauptschuldige ist. Falls die FT4-, FT3-, und rT3-Werte im klinischen Bild nicht berücksichtigt werden, ist die wahre zelluläre Bereitstellung der Schilddrüsenmedikation nicht bekannt. Dem Schrei nach Action des Körpers, indem dieser eine dauerhafte niedrige Körpertemperatur erzwingt, wird nicht nachgekommen. Der nichtsahnende Arzt kann die Schilddrüsenmedikamentendosis immer mehr erhöhen, in einem Versuch die unangenehmen und ungelösten Schilddrüsenunterfunktionssymptome zu lindern. Diese Vorgehensweise funktioniert selten langfristig, wie früher bereits erwähnt, und unwissentlich setzt sie den Patienten den unabsichtlichen negativen Folgen auf die Nebennierendrüsen aus, was jeglichen Nutzen für die Schilddrüse überschattet. Solange die Nebennieren noch funktionieren, werden sie immer mehr so weit wie nur möglich herunterregulieren, was die Antwort des Körpers auf die Schilddrüsenmedikation abschwächen wird. Im Laufe der Zeit, trotz verbesserter oder stabilisierter T4-, T3- und TSH-Spiegel, die als sich im normalen Bereich befindlich betrachtet werden könnten, benötigt der Patient eine noch größere klinische Medikamentendosis, um die Symptome zu unterdrücken. Der Patient kämpft weiterhin mit ungelösten Symptomen und mit niedrigen Körpertemperaturen, die sich weigern sich zu normalisieren, während die klassischen Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion trotz der Medikation bestehen bleiben.

Es ist also keine Überraschung, dass 70 Prozent der Patienten, die Schilddrüsenhormone einnehmen, sich weiterhin über die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion beklagen. Schließlich wird der Körper der Patienten mit Schilddrüsenmedikamenten überfrachtet, während ungünstige Nebenwirkungen wie Herzklopfen und Tremor zu Tage treten und der Patient sich weiterhin müde und träge fühlt. Diesen Zustand kann man "als müde sein und trotzdem nicht schlafen können" bezeichnen.

Diejenigen, die eine Schilddrüsenunterfunktion haben, deren Zustand sich aber nach der Einnahme von Schilddrüsenhormonen nicht verbessert, sollten deswegen immer untersuchen, ob eine Nebennierenschwäche als mögliche Ätiologie für ihr Schilddrüsenproblem in Frage kommt. Die Normalisierung der Nebennierenfunktion ist in solchen Fällen der Schlüssel und führt oft zu einer spontanen Lösung von Schilddrüsenunterfunktionssymptomen. Je schneller der Patient sich von einer Nebennierenschwäche erholt, desto schneller werden die Symptome der Schilddrüsenunterfunktion gelöst.

Es ist wichtig zu bemerken, dass Labortests der Schilddrüsenfunktion im Laufe dieser auf die Nebennieren fokussierte Erholung der Schilddrüse eine Weile lang weiterhin niedrige Schilddrüsenwerte anzeigen werden aufgrund einer nachlaufenden Wirkung. Der TSH-Wert könnte weiterhin hoch und außerhalb des normalen Bereichs bleiben, während das freie T3 und das freie T4 niedrig bleiben könnten. Diese nachlaufende Wirkung kann über Monate gehen. So wie sich die Nebennieren erholen, wird der Patient jedoch eine klinische Verbesserung erfahren, mit einer steigenden Körpertemperatur zum normalen Wert hin, mehr Energie, weniger Bedarf für Schilddrüsenmedikamente und einem verbesserten Gewichtsmanagement. Herkömmliche Ärzte, die nicht darin geübt sind diese Nebennieren-Schilddrüsen-Verbindung zu erkennen, sind klinisch angenehm überrascht zu sehen, dass ihre Patienten sich erholen, trotz der abnormen Labor-Ergebnisse, aber ohne zu wissen warum. Der Schlüssel dazu liegt natürlich in der verbesserten Nebennierenfunktion.

Während es wichtig ist, sich primär auf die Unterstützung der Nebennieren zu konzentrieren bei denjenigen, die gleichzeitig an Fehlfunktionen der Nebennieren und der Schilddrüse leiden, ist es wichtig eine etwaige Schilddrüsenmedikation nicht abrupt einzustellen (und andere natürliche Präparate, die stimulierende Effekte haben können, wie Kräuter oder glanduläre Präparate) ohne professionelle Anleitung. Ein abruptes Einstellen kann zu unangenehmen und unerträglichen Entzugserscheinungen führen. In seltenen Fällen kann eine Nebennierenkrise ausgelöst werden. Die beste klinische Strategie besteht darin, sich auf die Pflege der Nebennieren zu konzentrieren und die Schilddrüsenfunktion sich von allein erholen zu lassen.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass schwache Nebennieren und eine schwache Schilddrüse, wenn sie nicht gleichzeitig behandelt werden, eine ungünstige sich verstärkende Fehlfunktionsabwärtsspirale bilden. Diejenigen, die eine immer größere Dosis von Schilddrüsenmedikamenten brauchen, um die Müdigkeit zu bekämpfen, können am Ende abhängig sein von starken Schilddrüsenmedikamenten, aber an den Nebenwirkungssymptomen einer Schilddrüsenvergiftung (wie Herzklopfen) leiden, so wie die Dosis steigt. Sie fühlen sich ständig müde und können trotzdem nicht schlafen, wie schon erwähnt, und fühlen sich den ganzen Tag ängstlich. Innen werden die Nebennieren immer schwächer, so wie die stimulierenden Eigenschaften der Schilddrüsenmedikamenten durch die ständige und überwältigende Zurückweisung durch die Nebennierendrüsen negiert werden, was dazu führt, dass der Körper immer mehr herunterreguliert wird, um Energie zu sparen. Dies ist die schlimmstmögliche Situation. Es passiert zu oft und wird nicht bemerkt. Sowohl Ärzte als auch Patienten sind perplex vor dem, was aussieht wie klinische Widersprüche, bei denen die TSH-Laborwerte verbessert werden (als Ergebnis einer erhöhten Medikation) oder hohe TSH-Werte sich weigern herunterzugehen, was den Bedarf nach Schilddrüsenmedikamenten erhöht, um die Energie beizubehalten, und bei denen die Nebennierenschwäche sich verschlimmert, mit einer fortgesetzten niedrigen Körpergrundtemperatur, Stoffwechsel-Ungleichgewichten, Gewichtszunahme und zunehmender Trägheit.

Schließlich ist es wichtig zu bemerken, dass regelmäßige Gewichtsverlustprotokolle oft fehlschlagen, wenn ein ENS-Achsen-Ungleichgewicht aufgrund einer zugrundeliegenden Stoffwechselstörung vorliegt. Die gute Nachricht dabei ist, dass, wenn das Achsen-Ungleichgewicht gelöst ist, oft eine natürliche Gewichtsabnahme erfolgt. Einen Gewichtsverlust zu einer der wichtigsten Gesundungsprioritäten zu machen ist deshalb in der Regel eine Strategie, die fehlschlägt.

Schilddrüsenunterfunktion, Nebennierenschwäche und ENS-Achsen-Ungleichgewicht

Von denjenigen, die Schilddrüsenhormone einnehmen, klagen 70 Prozent immer noch über Symptome. Die Ärzte nehmen sich oft nicht die benötigte Zeit, um zu verstehen, wie eine Nebennierenschwäche einer der wichtigsten Gründe für eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion sein kann, entweder klinisch oder subklinisch. Dass man sich zu sehr auf Labortestwerte verlässt als Maßstab für den Schilddrüsenhormonersatz ist sehr häufig. Die Schilddrüsenfunktionstests können Werte in einem normalen Bereich anzeigen, aber es kann sein, dass der Zustand des Patienten nicht besser wird. Die Ärzte werden fehlgeleitet, indem sie denken, dass eine höhere Medikamentendosis nötig sein könnte. In einer Situation mit einer gleichzeitigen Nebennierenschwäche und einer Schilddrüsenunterfunktion ist dies oft eine Strategie, die scheitert. Höhere Schilddrüsenmedikamente dienen nur dazu die zugrundeliegende Nebennierenschwäche zu maskieren. Im Laufe der Zeit wird es dem Patienten immer schlechter trotz einer immer höheren Medikamentendosis. So wie die Schilddrüsenmedikamentendosis größer wird, kann der Patient Herzklopfen und Angst verspüren. Zu gleicher Zeit ist jedoch das Reduzieren der Medikamentendosis schwierig aufgrund der potentiellen Entzugsprobleme.

Es ist nicht unüblich, dass gleichzeitig Symptome einer niedrigen Nebennieren- und einer niedrigen Schilddrüsenfunktion vorliegen. Tatsächlich ist das die Norm und nicht die Ausnahme. Die herkömmliche Medizin sieht das oft nicht aufgrund der Unwissenheit über Nebennierenschwäche. Diejenigen, bei denen die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion nach einem traumatischen und stressigen Ereignis wie Schwangerschaft, Unfall, Infektion oder einem emotionellen Trauma wie Scheidung oder Tod eines Angehörigen gestellt wird, sollten besonders wachsam sein, falls Schilddrüsenhormone allein nicht helfen.

Diejenigen, die eine schlechte Körpertemperatur-Regulierung haben, sind eher Kandidaten für eine gemischte Repräsentation. Die Symptome sowohl einer Nebennierenschwäche als auch einer Schilddrüsenunterfunktion zu haben sollte uns darauf aufmerksam machen, dass sowohl eine Nebennierenschwäche wie eine Schilddrüsenunterfunktion gleichzeitig vorhanden sein könnten. Das ist besonders bei denjenigen mit einem ENS-Achsen-Ungleichgewicht verbreitet. Diese Personen können eine dauerhafte niedrige Körpertemperatur von 32°C herum bis wenig unter 37°C zeigen. Sie können auch eine leicht übertriebene Antwort der Körpertemperatur im Vergleich zur Umgebungstemperatur zeigen, was sich durch ein Hitze-Gefühl charakterisiert, wenn es warm ist, und ein Kälte-Gefühl, wenn es kühl ist. Sie leiden auch unter Müdigkeit, trockener Haut und Gewichtsverlust.

Diejenigen, die gemischte Typ-Repräsentationen haben, bieten die größte Herausforderung. Die Nebennieren-Komponente zu lösen sollte den Vorrang haben und ist der Schlüssel für einen kompletten Heilungsprozess. Die Normalisierung der Nebennierenfunktion wird in solchen Fällen oft zu einer spontanen und dramatischen Lösung von Schilddrüsenunterfunktionssymptomen führen.

Achsenkomponenten-Dominanz

In einem ENS-Achsen-Ungleichgewicht kommt es häufig vor, dass eine der Komponenten der Achse sich klinisch als dominanter zeigt und sie deshalb problematischer ist. Das Ungleichgewicht zwischen der Schilddrüse, den Nebennieren und den Eierstöcken ist meistens nicht gleich. Der klinisch dominante Teil widerspiegelt üblicherweise das Organsystem, das von der Konstitution her das schwächste und damit das beeinträchtigtste ist. Zum Beispiel könnten die Symptome einer subklinischen Schilddrüsenunterfunktion stärker sein im Vergleich zu den Nebennieren- und Eierstock-Fehlfunktionen.

Klinisch zeigen diejenigen, die schilddrüsen-dominant sind, üblicherweise eine ernsthaft niedrige physische Energie zuzüglich zu den klassischen Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion wie trockene Haut und die Unfähigkeit abzunehmen. Ihre klinische Hauptbeschwerde ist Müdigkeit. Sie sind z.B. "zu müde", um sich Gedanken zu machen über PMS oder um deprimiert zu sein, selbst wenn die Depressionssymptome vorhanden sind. Das ist ein Hinweis für die Gesundheitsdienstleister. Leider sehen dies die meisten Fachkräfte im Gesundheitswesen nicht, es sei denn sie sind trainiert, was Nebennierenschwäche betrifft. Die Ärzte werden leicht verleitet zu denken, dass die Schilddrüse das einzige Problem ist, ohne die anderen in Betracht zu ziehen, was zu einer unvollständigen Diagnose und einer ineffektiven Therapie führt.

Der nebennieren-dominante Typ präsentiert sich üblicherweise mit gefühlsmäßigen Labilitätszuständen wie Angstgefühl und Reizbarkeit. Diese Personen sind auch müde, aber die Müdigkeit ist vernachlässigbar im Vergleich zu der Achterbahnfahrt, die sie erfahren aufgrund des Ärgers und der Wut, die leicht ausgelöst werden. Diejenigen, die eierstock-dominant sind, präsentieren sich mit einer deutlichen Benommenheit und Gedächtnisverlust zusätzlich zu PMS und anderen Östrogenherrschaft-Symptomen.

Zu erkennen, welche der ENS-Achsen-Komponenten dominant ist, spielt eine wichtige klinische Rolle beim Entwerfen eines umfassenden Gesundungsprogramms, denn die Ernährungshilfe, Umstellungen in Ernährung und Lebensstil sind bei jedem unterschiedlich. Der natürliche Stoff Gaba ist in der Regel eine gute Schlafhilfe für diejenigen, die nebennieren-dominant sind. Es ist jedoch nicht so effektiv, wenn es mit 5-HTP verglichen wird für diejenigen die schilddrüsen-dominant sind. Für jeden Nährstoff gibt es einen besonderen Weg, wie er optimal benutzt wird, und er muss zur richtigen Bedingung für die maximale Effektivität passen.

Was die Ernährung betrifft, profitiert der schilddrüsen-dominante Typ meistens von einer vegetarischen Ernährung mit einem hohen Ballaststoff-Anteil zur Erhöhung der Assimilation durch den Magen, während der Eierstock-Typ üblicherweise besser mit einer Ernährung mit einem hohen Protein-Anteil im Vergleich zum Kohlenhydrate-Anteil zurechtkommt. Der nebennieren-dominante Typ kommt am besten zu recht mit einer ausgeglichenen Ernährung mit einer Tendenz Richtung Protein und Fett, zusammen mit einer höheren Mahlzeiten-Frequenz, um Hypoglykämie zu bewältigen. Diejenigen mit einem gemischten Typ benötigen eine Kombination des zuvor genannten.

Was Bewegung betrifft, kommt der schilddrüsen-dominante Typ am besten mit rhythmischen Übungen wie Rennen und Schwimmen zurecht. Der eierstock-dominante Typ kommt am besten zurecht mit eher sanften und mental-fokussierten Übungen wie Yoga. Der nebennieren-dominante Typ ist komplizierter, da diese Personen in zwei Hauptkategorien aufgeteilt werden können, und zwar diejenigen mit einer starken Nebennierenfunktion und diejenigen mit einer schwachen Nebennierenfunktion. Energische Bewegung ist beim Typ mit starker Nebennierenfunktion oft hilfreich, um den Überschuss an Adrenalin abzubauen. Diejenigen mit einer schwachen Nebennierenfunktion sollten oft von jeder Bewegung Abstand nehmen, bis der Körper wieder durch die Unterstützung einer angemessenen Ernährung Tritt gefasst hat. Wenn die körperliche Reserve erhöht wurde, kann ein allmähliches Verstärken von isometrischen und isotonischen Übungen in Betracht gezogen werden.

Häufig kann sich während des Erholungsprozesses der Dominanztyp auch ändern. Man kann beispielsweise schilddrüsen-dominant sein und geht in Richtung einer Nebennieren-Dominanz. Das kann passieren, wenn die Schilddrüsenfunktion sich verbessert oder wenn ein akuter Nebennieren-Zusammenbruch die Schilddrüse überwältigt. Zu wissen welche Komponente während der Erholungsperiode dominant ist, erlaubt dem Kliniker den Gesundungsplan zu priorisieren und eine angemessene natürliche Unterstützung zur richtigen Zeit zu benutzen. Übliche selbstgesteuerte oder standardisierte Vorgehensweisen nach dem Schrotschussprinzip ohne die Dominanztypen und ihren gegenwärtigen Fortschritt in Betracht zu ziehen führt oft zu einer Verzögerung oder einem Fehlschlag in der Erholung.

Übersetzt mit der vollständigen Erlaubnis von Dr. Michael Lam (der "Verfasser") durch das Swedish Journal of Nutritional and Functional Medicine. Die ausschließliche Verantwortung für die Genauigkeit der Übersetzung liegt beim Übersetzer und der Verfasser übernimmt keine Verantwortung für die Genauigkeit der Übersetzung. Der Originalartikel in Englisch kann angesehen werden bei www.DrLam.com

 

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